Teil eines Werkes 
4. Band (1858)
Entstehung
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„Und er iſt entwiſcht!“ rief Lilini, ſich um⸗ ſchauend.„Schlafen denn die Donner ewig?“

Ohne ein weiteres Wort zu ſprechen, verließ er das Haus und begab ſich auf den großen Platz, wo eine Gruppe Officiere verſammelt war, ängſtlich der Neuigkeiten über den Zuſtand des Generals harrend. Ihnen erzählte er die gräßliche Geſchichte, die ſie mit Schaudern erfüllte. Sie machten unter Verwünſchungen ihrem gepreßten Herzen Luft und allgemein rief man, man ſolle den Mörder auf⸗ ſuchen.

„Ich Thor!“ rief einer von Zumalacarregui's Adjutanten im Tone des Selbſtvorwurfs,„der ich ihn unbefragt durchließ, und noch dazu auf des Generals eigenem Pferde. Ohne Zweifel iſt er jetzt zu denen entwiſcht, die ihn gedungen haben, um die Belohnung für ſein heilloſes Verbrechen in Empfang zu nehmen.“

Es wurde ſogleich einer Abtheilung Eavallerie Befehl ertheilt, die ganze Umgegend zu durchſtrei⸗ fen, und wenn Sanchez gefunden würde, denſelben todt oder lebendig zurückzubringen.

Das Fenſter in des Sterbenden Zimmer wurde jetzt geöffnet und Don Carlos, ganz bleich vor Schmerz, erſchien auf dem Balkone.

„Kommen Sie herein, meine Herren, ſprach er, „und ſeien Sie Zeugen der letzten Augenblicke eines Helden.“

„Kein Wort!“ rief Lilini, die Finger auf die Lippen legend;„wenn auch unſere Herzen vom tief⸗ ſten Unwillen ergriffen und wir Alle von dem Wunſche beſeelt ſind, daß an dem Mörder geſchehe,