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Nachricht von dem Verrath gebrochen werden, der Urſache ſeines Todes iſt. Der Elende, der dieſes ſchändliche Verbrechen begangen hat, war ſeit Jah⸗ ren ſein Arzt und beſaß ſein volles Vertrauen, ja ſogar ſeine Freundſchaft. Denken Sie ſich ſelbſt, wie peinlich ihm dieſe Entdeckung ſein müßte.“
„Was ſagt Ihr Freund?“ fragte Don Carlos unruhig, denn Lilini hatte ſeine Empfindung nicht ſo gänzlich bemeiſtert, daß nicht Spuren davon in ſeinem Geſicht zu leſen geweſen wären.
Der General, der die Frage gehört hatte, er⸗ hob ſich von ſeinem Lager.„Ich will ſie beant⸗ worten,“ ſagte er mit Ruhe.„Ich bin aufgegeben — ſterbend.“
Der König, der trotz all' ſeiner Schwäche ein großer Freund der Wahrheit war, die ſelbſt unter den ſchwierigſten Umſtänden ſich nicht ſelbſt belügt, vermochte nur ſeine Hand zu faſſen, indem er ſchluchzend ausrief:„Für mich! für mich!“
„Für mein Land,“ ſagte der General.„Ich wußte, daß es ſo kommen würde. Der Himmel hätte mir keinen ſchönern Tod ſenden können,— außer in der Stunde des Sieges,“ ſetzte er ſeuf⸗ zend hinzu,„außer in der Stunde des Sieges.“
Mit größter Feſtigkeit ſchickte er ſich nun an,
dem Fürſten, dem er ſo treu gedient hatte, ſeine.
letzten Rathſchläge zu ertheilen. Seine Worte waren klar und ſeinem Charakter angemeſſen. Als er damit zu Ende war, zog er unter ſeinem Kiſſen den Plan hervor, den er für den Feldzug entwor⸗ fen hatte, und legte ihn in des Königs Hände. „Finden Sie ſich nur den Mann dazu, der ihn


