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eine ſilberne Kanne mit Sir John Sellem's Namens⸗ zug und Wappen. Ich habe mein Krankenbett ver⸗ laſſen,“ fuhr ſie mit tiefer Erregung fort,„um den von meinem Vater ererbten Ncmen zu vertheidigen, — um zu beweiſen, daß dieſer durch keine Hand⸗ lung von mir befleckt worden iſt; wäre es, wie meine Feinde es gewünſcht, mein Todtenbett ge⸗ weſen, ſo würde ich gerade eben ſo gehandelt haben.“ Beim Schluſſe dieſer Anrede wurde das arme Mädchen von ihren Gefühlen ſo überwältigt, daß man ſie in das Privatzimmer des Beamten brin⸗ gen mußte, wo ſie blieb, bis ſie ſich ſo weit wieder erholt hatte, daß ſie nach Hauſe zurückkehren konnte. Die Sache machte aber ſolches Aufſehen, daß ſämmt⸗ liche Abendblätter, die ihre Berichterſtatter bei den Verhandlungen der Polizeiberichte hatten, den Fall veröffentlichten. Am folgenden Tag erſchien dagegen eine Er⸗ klärung, unterzeichnet von den Sachwaltern des Ban⸗ kiers, worin es hieß, daß ihr Client mit Capitän Helsman nur in Geſchäftsbeziehung geſtanden habez Sir John habe eine Verpfändung auf das Gut deſſelben in Händen, die aber ſoeben jetzt ver⸗ fallen ſei. Das Vorfinden der Kanne wurde damit erklärt, daß ihr Client das Haus des Capitäns Helsman ſchon ſeit mehreren Jahren während der Sommermonate gemiethet habe, wo dieſes Eigen⸗ thumsſtück, durch Zufall vergeffen, zurückgeblieben ſei. Was die Angabe der jungen Dame hinſicht⸗ lich des von Sir John Sellem an ihr begangenen Raubs anbelange, ſo ſei dieſe zu lächerlich, als daß ſie einer Widerlegung bedürfe. Man befinde ſich


