7
bequemen in einem der Keller ſich zu verſtecken. Dieſer Mann,“ ſetzte er auf ſeinen Gefährten deu⸗ tend, hinzu,„wird bei Ihnen bleiben und es iſt nur Ihr eigener Fehler, wenn er zu einer Gewalt⸗ that gegen Sie ſich gezwungen ſieht.“
„Das Haus ſoll durchſucht werden?“ wiederholte Emma;„von wem?“
„Was der Capitän ſagt, hat ſeine vollkommene Richtigkeit, Miß,“ rief der Zigeuner Jack;„man will nach Schmugglern ſuchen, als ob ein reiche Gentleman irgend etwas Anderes ſchmuggelte, als höchſtens ein hübſches Mädchen oder dergleichen.“ Zugleich winkte er dem Capitän mit dem Blicke des Einverſtändniſſes zu.
„Ich gehe nicht hinab,“ ſprach Emma feſt, denn eine Angſt, noch ſchrecklicher als die Todesfurcht, beſchlich ſie, allein mit dieſem gräßlichen Menſchen an einem Orte gelaſſen zu werden, wo man ihr Schreien nicht hören konnte,„Wenn man mich ermorden will, ſo kann ich eben ſo gut hier ſterben.“
Bei dem Worte„ermorden“ ſtieß Nancy einen halb unterdrückten Schrei aus, der die Böſewichte zum Begehen ihrer That anzuſpornen ſchien; denn ſie ergriffen jetzt plötzlich dis hilfloſen Opfer und verſuchten ſie die Treppe hinabzuſchleppen. Ver⸗ gebens umſchlangen ſich diezarmen Mädchen; aber was vermochte ihre ſchwache Kraft gegen die ihrer Feinde? Trotz ihres verzueiſtungsvollen Wider⸗ ſtandes waren ſie bald gekrennt. Das herzzer⸗ reißende Geſchrei, das ſie jſtt ausſtießen, verhin⸗ derte aber glücklicher Weiſe, aß die Schurken die


