229
„Der Schluß meiner Geſchichte iſt bald erzählt,“ fuhr Nancy fort, die Taſſe niederſetzend, weil der Thee noch zu heiß war.„Joſeph wurde eines Tags nach Brambly Hall geſchickt, um für den nächſten Tag eine Beſtellung für einen jungen Gentleman zu machen, der jedes Jahr ſich einfand und bei dem alten Oberſten Hardy ſich aufhielt und daſelbſt wohnte. Auf dem Heimwege nach Catton wurde er von einem heftigen Gewitter über⸗ raſcht.“ Hier blickte ſie die Haushälterin ſo auf⸗ merkſam an, daß ſie inne hielt.
„Befinden Sie ſich nicht wohl?“ fragte Miß Cheerly.„Sie ſehen ſo blaß und leidend aus.“
„Fahren Sie nur fort,“ murmelte die Frau mit heißerer Stimme„und kehren Sie ſich nicht an mein Ausſehen.“
„Er war ſchon eine halbe Stunde von Brambly Hall entfernt,“ fuhr Nancy fort;„es hätte ihn alſo nichts genützt, wenn er zurückgekehrt- wäre. Dazu kam noch, daß die Nacht ſchon angebrochen war und er fürchtete ſeine Frau zu beunruhigen, wenn er zu lange ausbleibe, und ſo ſuchte er unter der ganz in der Nähe befindlichen Abbot's⸗Brücke Schutz mit dem Entſchluß, ſeinen Weg nach Hauſe fortzuſetzen, ſobald der Sturm vorüber ſei.“
Bet Amos ächzte laut auf.
„Achten Sie nicht auf mich,“ ſtöhnte ſie, als ſie bemerkte, daß Miß Cheerly und die Nähterin über ihr Gebahren ſich beunruhigt zeigten,„ſondern fahren Sie in Ihrer Geſchichte fort. Es hängt mehr davon ab, als Sie ſich träumen oder denken können.“


