Teil eines Werkes 
2. Band (1857)
Entstehung
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„Sie beſchämen mich, meine Herren, durch Ihre Freigebigkeit und Freundlichkeit,“ erwiderte Kit; „aber mehr noch durch Lobeserhebungen, welche ich nicht zu verdienen glaube, die ich aber zu verdienen mich bemühen werde.“

Als er ſich zum Weggehen anſchickte, befragten ihn die Freunde, was er denn weiter zu thun be⸗ abſichtige?

„Ich werde Nancy aufſuchen,“ erwiderte er, „und müßte ich deßhalb England von einem Ende zum andern durchwandern. Ich fühle wohl, daß ich ohne ſie nicht glücklich ſein kann.“

„Iſt ſie denn gar ſo ſchön?“ fragte Harry.

„Ich weiß nicht, ob ſie gerade das iſt, was die Welt ſehr ſchön heißt,“ erwiderte Kit lächelnd;„aber ſie iſt gut, und darüber kann gar kein Zweifel herr⸗ ſchen. Wenn Sie wüßten, wie emſig ſie gearbeitet hat, um ſich ein ehrliches Brod zu verdienen, wie ſittſam ihre Aufführung iſt, wie ſtandhaft ſie mich als Gatten ausſchlug, weil ich meine religiöſen Pflichten vernachläſſigte, obgleich ſie mir damals ſchon ſagte, daß ich ihr nicht gleichgiltig ſei, ſo würden Sie ſich über meinen Entſchluß nicht wundern.“

Auf das Dringen ſeiner neuen Freunde erzählte Kit nun die Geſchichte ſeiner erſten Bekanntſchaft mit der Nähterin; den Einfluß, den ſie allmählig über ihn gewonnen und alle Umſtände ſeiner Frei⸗ werbung. Als er zu Ende war, wünſchten ihm die jungen Männer, die ihm mit großem Intereſſe zu⸗ gehört hatten, von Herzen Glück, indem ſie bemerk⸗ ten, daß eine ſolche Frau ein wahrer Schatz ſei.

„Wer kann nach der Geſchichte dieſes ehrlichen