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Harold konnte freilich nicht wiſſen, als er dieſe Zeilen las, daß die herzloſe Perſon, auf die darin angeſpielt war, er ſelbſt ſei. Er verglich die Hand⸗ ſchrift mit der der Adreſſe auf dem Unſchlage und ſah genau nach dem Datum der Poſtmarke. Sir John betrachtete ihn indeſſen mit der Miene eines Mannes, der einer unwürdigen Handlung verdäch⸗ tigt wird, deſſen Gewiſſen aber über jeden Vorwurf erhaben iſt.
„Es iſt beſſer, wenn Sie ihn behalten,“ ſagte der Bankier, als der junge Mann ihm den Brief ſtillſchweigend zurückgeben wollte,„um die Unter⸗ ſchrift mit der auf der Quittung zu vergleichen.“
Dieſer letzte geſchickte Schachzug überzeugte Harry, daß ſein Verdacht ungegründet ſei.
„Ich habe Ihnen Unrecht gethan,“ ſprach er.
Der Bankier verbeugte ſich.
„Unſere Unterredung,“ fuhr Harry fort,„hat mich überzeugt, daß ein Mann ſich herbeilaſſen kann zu—2
Er ſtockte, um nicht durch ein hartes Wort zu verletzen.
„Zu einer Uebereinkunft“, ſetzte der alte Mann hinzu, indem er den Satz ergänzte,„und doch ein Verbrechen zu begehen zögert.“
Dieſe Unterſcheidung war fein, aber bezeichnend.
„Sie haben Recht,“ fuhr er fort;„und je mehr ich über mein Benehmen nachdenke, daß ich einer Täuſchung Vorſchub leiſtete, die Sie ſo lange von Ihren Gütern ausſchloß, um ſo ſchwieriger wird es mir, mich mit mir ſelbſt auszuſöhnen. Aber das fortwährende Jagen nach Gewinn, der beſtändige


