Teil eines Werkes 
2. Band (1857)
Entstehung
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Der ſcheinheilige Bankier war auf dieſen Beſuch vollkommen vorbereitet und empfing Harry Burg mit jener vorſichtigen Höflichkeit, welche einen Mann, der auf ſeiner Hut iſt, kennzeichnet.

Sie wünſchen von mir, ſprach er, nachdem Harry die Gründe auseinandergeſetzt hatte, die ihn nach Lombard⸗ſtreet geführt,Alles zu erfahren, was mir in Bezug auf Miß Cheerly bekannt iſt. Ich habe keinen Grund, Ihnen dieß zu verweigern. Es iſt eine jener Geſchichten, die man ſo oft in der Welt hört und eben ſo ſchnell wieder vergißt. Ge⸗ gen meinen Rath, der in ihrem Falle höchſt unei⸗ gennützig war, beſtand ſie darauf, ihr kleines Ver⸗ mögen, das, wie Sie wiſſen, in fünftauſend Pfund beſtand, einem ſchlechten Menſchen anzuvertrauen, der einen ganz außerordentlichen Einfluß auf ſie erlangt hatte, und die Folge davon war, daß ſie es bis auf den letzten Schilling verlor.

Das habe ich ſchon mehrmals gehört, bemerkte Harry,aber ich möchte hauptſächlich über die Na⸗ tur des außerordentlichen Einfluſſes, von dem Sie ſprechen, von Ihnen Aufſchluß haben.

Der Bankier zuckte die Achſel.

Haben Sie mich verſtanden?

Vollkommen.

Und Ihre Antwort?

Was kann ich ſagen, antwortete der Bankier. Es iſt mir nichts von einer anſtößigen Vertrau⸗ lichkeit zwiſchen Miß Cheerly und Hunket bekannt, der, wie ich gehört habe, verheirathet ſein ſoll, aber die Welt ſcheint darüber ihre Anſicht feſtgeſtellt zu haben. Alles, was ich weiß, iſt, daß ſie nach