Teil eines Werkes 
2. Band (1857)
Entstehung
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Geiſte als Urbild der Unſchuld und Lieblichkeit ein⸗ niſten, welche in den Träumen der Phantaſie uns erſcheinen, denen ſo Viele nachhängen, obgleich ſie ſelten es einzugeſtehen wagen.

Ich muß Sir JohnSellem ſprechen, ſagte Harry.

Aus welchem Grunde? fragte Harold.

Um die Wahrheit zu erfahren.

Von ihm?

Von ihm, wiederholte Harry.Wenn man einer Lüge nachforſcht, ſo entdeckt man oft die

BGründe, welche ſie veranlaßten, und die des ver⸗

ſchmitzten Bankiers ſollen, trotz all' ſeiner Gewandt⸗ heit, mir nicht verborgen bleiben. Wie kommt es, daß wir ſeinen Kaſſier, ſeinen Vertrauten, ſeine Creatur in die Geſchichte des geſtohlenen Halsbandes verwickelt finden? Denn daß die alte Frau einen Betrug im Schilde führte, kann nimmermehr in Zweifel gezogen werden.

Sein Freund erwiderte nichts darauf..

Sie ſcheinen nicht meiner Anſicht zu ſein?

Nicht doch, erwiderte Harold lächelnd;ich enthalte mich blos der Schlußfolgerung. Es iſt ge⸗ wiß, daß Miß Cheerly um ihr kleines Vermögen durch jenen herzloſen Menſchen, Namens Hunket, geprellt worden iſt, von dem der Advokat geſprochen hat, und ich frage Sie, ob dieß wohl der einzige Verluſt iſt, den ſie zu betrauern hat? Der Umſtand, daß ſie ihre Wohnung verlaſſen hat, um ihr Er⸗ ſcheinen vor Gericht zu umgehen, iſt, gelind geſagt, verdächtig.

Es beweist aber nichts, bemerkte Harry.Ich will Sir John ſprechen.