Teil eines Werkes 
1. Band (1857)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

220

Das Kreuz iſt wirklich diamanten, rief der Juwelier, denn dieß war das Geſchäft des Frem⸗ den in einem faſt ärgerlichen Tone.Ich will es kaufen, obgleich es nur ſind Roſetten.

Roſetten! erwiderte der Andere,das hätten Sie ſogleich ſagen können, ſo lange ſie noch auf dem Tiſche lagen. Ich bin zwar kein Kenner von derlei Artikeln, aber ich habe ſchon zu viele Diaman⸗ ten geſehen, als daß ich dieß glauben könnte. Sehen Sie nur den Schnitt an. Wer hat je Roſetten mit doppelten Facetten geſehen?

Der Juwelier merkte wohl, daß jeder weitere Verſuch, den Werth des Kreuzes herabzuſetzen, ver⸗ geblich wäre und bat deßhalb, man möchte es ihn noch einmal ſehen laſſen. Man willfahrte ihm.

Wenn ich ſie halte näher an meine Augen, ſo glaube ich, daß Sie haben Recht.

Ich wußte es wohl.

Aber die Perlen? ſind auch ächt, ſo wenig römiſch als Sie elbſt.

Sehen Sie, Herr Straßburger, fuhr der Mann mit der weißen Halsbinde fort;obgleich die Dame, in deren Namen ich das Wort führe, gern ein Opfer zu bringen bereit iſt, ſo iſt ſie doch nicht ge⸗ nöthigt, aus Geldverlegenheit die Waare unter dem Werthe loszuſchlagen.

Ganz gewiß nicht, bemerkte Rebecca.

Aus der Art und Weiſe, in der Sie mit uns handeln, fuhr der Erſtere fort,ſollte man faſt ſchließen, Sie meinen die Sachen ſeien geſtohlen,

Ja, wahrhaftig, das ſollte man meinen!