Teil eines Werkes 
1. Band (1857)
Entstehung
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nend hinzu,„haben wir uns noch nirgends ge⸗ troffen.“

„Nirgends!“ rief Harry Burg im Tone der Ueberzeugung.

„Vergebens bemühte ich mich, in's Klare zu kommen,“ fuhr Harold fort;„zuweilen, wenn ich eben meine, der Sache auf der Spur zu ſein, iſt Alles auf einmal wie weggewiſcht. Können Sie mir dabei nicht behilflich ſein? Unterſtellen Sie mir aber

dabei keine Gründe bloßer Neugierde, ſondern ſeien

Sie überzeugt, daß nur der Wunſch, Ihnen dienen zu können, mich leitet.“

„Meine Lebensgeſchichte iſt bald erzählt,“ erwi⸗ derte der Künſtler.„Meine früheſten Erinnerungen führen in ein altes Haus auf dem Lande im Nor⸗ den von England zurück, wo ich mit meiner Mutter, die Wittwe war, lebte, zwar nicht mit Glanz, aber doch wenigſtens mit den einfachſten Bequemlichkeiten des Lebens umgeben. Es beſuchte uns Niemand, als der Geiſtliche des Kirchſpiels und meines Vaters Bruder, ein finſterer, alter Mann, deſſen Anweſen⸗ heit, warum weiß ich ſelbſt nicht, mir ſtets ein unheim⸗ liches Gefühl verurſachte. Er ſtarb, als ich zwölf Jahre alt war, und ſein Sohn, Richard Burg, der ſich gegenwärtig in Oxford befindet, wurde nun unſer Hausgenoſſe. Er war ein kränkliches, ſchwäch⸗ liches Kind, und meine theure Mutter pflegte ihn mit der gewiſſenhafteſten Aufmerkſamkeit, bis ſein Vormund, Sir John Sellem, ſeine Geſundheit für hinreichend erſtarkt hielt, um ihn zu ſeiner weitern Ausbildung nach Harrow ſchicken zu können.“

„Sir John Sellem, der Bankier?“ fragte Harold.