275
in der vorangehenden Erzählung eine Rolle ſpielten, getroffen.
Es fügte ſich, daß Lieutenant Snaffle(beiläuſig ſtand er jetzt auf der Lieutenantsliſte obenan, mit Geld zum Ankauf ſeiner Compagnie verſehen) wäh⸗ rend ſeines Verweilens auf der Smaragdinſel wie⸗ derum auf Kapitän Plume ſtieß, und da dieſes Zu⸗ ſammentreffen ſie nothwendig auf das ſeltſame Ma⸗ nuſeript brachte, das ſie in der Schenke zu Ballyo⸗ flaherth mit einander durchgegangen hatten, ſo erbot ſich Lieutenant Snaffle, die Meugierde ſeines Freun⸗ des dadurch zu befriedigen, daß er ihm einen Theil des einige Tage zuvor von Sabretash erhaltenen Briefes vorlas. Wir geben deswegen unſern Leſern genau den Auszug, wie ihn der Lieutenant Kapitän Plume mittheilte.
Major Sabretash an Lieutenant Snaffle.
„Es iſt ſo lange her, mein lieber Snaffle, ſeitdem ich eine Zeile von Ihnen erhalten habe, daß ich faſt über meine eigene verſöhnliche Ge⸗ müthsart, die mir dennoch das Schreiben wie⸗ der zuläßt, erſtaunt bin. Nicht die geringſte Neuigkeit haben Sie mir, ſeitdem vor wenig⸗ ſtens drei Monaten die Huſaren vom— ſten Canterbury verließen, zu wiſſen gethan. Wollte ich Sie in der That nach Ihren Verdienſten behandeln, ſo müßte ich eine ſo ſäumige Corre⸗ ſpondenz ganz aufgeben; aber ich habe wirklich Neuigkeiten von einer Seite her, die Sie wahr⸗ ſcheinlich, dünkt mir, intereſſiren wird. Ach, mein lieber Junge, Paris, Neapel, Wien ſind
17*


