Teil eines Werkes 
2. Band (1859)
Entstehung
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dem Tiſche flackerte, ſammt dem öden Ausſehen des

Gebäudes, in welches er eingedrungen war und das

nur vom Tode bewohnt ſchien, erfüllte ihn mit Schrecken; nachdem er einige Minuten hingeſtarrt hatte, fühlte er ſich geneigt, umzukehren und mit einem Sprung über die große Treppe, welche er her⸗ aufgeſtiegen war, ſo ſchnell als möglich aus dem Hauſe hinwegzueilen. Wie er aber ſo die Körper be⸗ trachtete, glaubte er wahrzunehmen, daß einer ſich bewegte; im nächſten Momente ließ ſich ein tiefer Seufzer vernehmen und eine Hand erhob ſich einige Zoll, fiel aber wieder ſchwer auf den Boden nieder. Er trat alſo in das Zimmer und ſchaute, zu gleicher Zeit ſeine ſchwere Jagdpeitſche mit der Hand faſſend, um ſich, nahm das Licht vom Tiſche, buckte ſich nie⸗ der und ſchaute der Perſon, welche ein Lebenszeichen von ſich gegeben hatte, ins Geſicht. Er war ein Mann im Anzug eines gemeinen Soldaten ſein Freund Rateliffe Blount! Alle ſeine frühern Beſorgniſſe vergeſſend, ſetzte er das Licht nieder, faßte ihn in jeine Arme, nahi die Flaſche Brandy aus der Taſche ſeiner Courierjacke und goß deren halben Inhalt dem Verwundeten in den Hals. Kurz, es gelang ihm, ſeinen Freund noch einmal ins Leben zurückzurufen, und nachdem er ſeine Wunde verbunden hatte, machte er ſich daran, den Zuſtand des alten Gentlemans, der daneben lag, zu unterſuchen; und er hatte in kurzer Zeit die Ge⸗ nugthuung, ſeine beiden Patienten in etwas beſſerem und hoffnungsvollerem Zuſtand, als er ſie gefunden hatte, zu ſehen. Die Wunde, welche Rateliffe Blount erhalten