Teil eines Werkes 
2. Band (1859)
Entstehung
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lief eine Gaſſe hinab, die andere hinauf und wandte ſich dann einer der Vorſtädte zu.

Hier führte er uns einen dunkeln, düſter ausſehen⸗ den Weg hinab, bis wir zu einem einſamen Gebäude gelangten, deſſen Thüre er, da ſie unverſchloſſen war, mit dem Fuße aufſtieß; dann trat er ein, verriegelte ſie ſorgfältig hinter ſich und führte uns in ein gut ausſehendes Gemach.

„Huſſa!“ rief er lachend, als er eine der Kerzen auf dem Tiſch anzuzünden begann,„wir haben dem Papſt einmal einen Streich geſpielt. Danke, mein guter Burſche,“ ſagte er zu mir,„für Ihren Beiſtand. Sie haben mir eine Nonne zu ſtehlen geholfen. Aber wie iſt das?“ fuhr er fort, ſich wieder zu mir wen⸗ dend, nachdem er ſeine Bürde auf ein Ruhebett ge⸗ ſetzt und eines Theils ihrer Vermummung entledigt hatte;„täuſchen mich meine Augen, oder iſt dieß Rateliffe Blount?“ ſn

Ich war ebenſo überraſcht als er. Es war mein Freund, Altamont de Montdidier. Er hatte wäh⸗ rend des letzten Kampfes ein Regiment commandirt und in Spanien ebenſo viele phantaſtiſche Streiche gemacht, als Cervantes von ſich ſelbſt aus der Zeit ſeiner Gefangenſchaft unter den Mauren erzählt. Die letzte ſeiner Heldenthaten war die gegenwärtige Ent⸗ führung.

Es blieb uns nur kurze Zeit zu Mittheilungen, da Altamont nur ſeinen Freund, Kapitän Plume, der bei dieſem letzten Geſchäft ſich mit ihm eingelaſſen hatte, erwartete, um wo möglich an Bord eines Schiffes zu gelangen und noch in der Nacht ſich nach England aufzumachen. Plume ſollte bei dem Klo⸗