Dreiundzwanzigſtes Kapitel.
„Weg, Du beutelſchneideriſcher Schurke! Du ſchmutzi⸗ ger Spundzapfen, hinweg! Bei dieſem Wein, ich ſtoße Dir mein Meſſer in Deine ſchimmelige Kinnbacken, wenn Du vas freche Läſtermaul gegen mich ſpielſt. Weg, Du Flaſchenbierſchurke!— Seit wann bitte ich Euch, Sir? Was, mit zwei Punkten auf Eurer Schulter? Keineswegs.“
Ihr ſeid ein Gentleman und Spieler, Sir—
Ich gebe Beides zuz denn Beives iſt
Der wahre Firniß des vollkommnen Mann's. Shakſpeare.
Harrowgate war in ſeinen glänzendſten Tagen, als ich es beſuchte. Um dieſe Zeit war die Hälfte der vornehmen und faſhionabeln Welt von England in den verſchiedenen Hotels zu finden, welche auf dem ſchottiſch hergerichteten und unfruchtbar ausſehenden Gemeindeland lagen, und einen ergötzlichern und all⸗ gemein unterhaltendern Badeort konnte man ſich nicht denken. Die meiſten der großen Sportmänner des Tages befanden ſich gleichfalls während der Sai⸗ ſon in Harrowgate, und ſo kam es, daß unter den übrigen Zerſtreuungen und Zeitvertreiben nament⸗ lich auch hohes Spiel war, wozu viele der Beſucher beharrlich ihre Zuflucht nahmen. Wirklich war es für die Dienſtboten in den Hotels nichts Ungewöhn⸗ liches, wenn ſie mit Tagesanbruch das Haus aus⸗ putzen und in Ordnung bringen wollten, die Tiſche noch mit Spielern beſetzt zu finden.
Als ich am Eingang zu dem Dorf High Harrow⸗ gate von Ripon anlangte, kam ein Ordonnanz⸗Dra⸗


