Teil eines Werkes 
2. Band (1859)
Entstehung
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nach der Smaragd-Inſel ab. Den nächſten Morgen in Briſtol angekommen, ſchiffte ich mich an Bord eines Dampfſchiffes nach Cork ein.

Es war ein ziemlich rauher, ſtürmiſcher Morgen, wie ich mich noch erinnere, als wir abſtießen; und ehe wir ein paar Stunden auf der See waren, hatten wir einen völligen Orkan. Es war die erſte Vor⸗ ſtellung, die ich von der mächtigen Tiefe bekam, und tief genug war der Eindruck, den ſie auf mich machte. Es befanden ſich mehre junge Leute an Bord, welche gleich mir zu ihren verſchiedenen Regimentern ſtoßen ſollten. Eines derſelben, welcher zu einem in Cork ſtationirten Infanterie⸗Regiment gehörte, kann ich hier wohl gedenken, da ich in der Folge genauer mit ihm bekannt wurde. Doch ſührte dieſe Bekanntſchaft zu keinem wohlthätigen Reſultat, vielmehr wurde ich ſeinetwegen in nicht geringe Schwierigkeiten ver⸗ wickelt. Ein anderer Junge war noch unter uns, ein alter, wetterzerſchlagener Veteran, ein Mann, der ſo lang in Oſt⸗ und Weſtindien gedient und das Wäffenhandwerk ſo lang betrieben hatte, daß deſſen erſchöpfter Körper zu ſeiner völligen Auflöſung nur den Zeitpunkt abzuwarten ſchien, bis er wieder zu dem Corps ſtieß, wozu er gehörte, um von dem Don⸗ ner der Musketen⸗Salve ſich ein Requiem abhalten zu laſſen. Die meiſten der Paſſagiere befanden ſich bei dem rauhen Wetter ſo unwohl, daß ſie gern die Kajüte aufſuchten. Der alte Veteran, ich und drei Andere hüllten uns in unſere Militärröcke und be⸗ ſprachen uns auf dem Verdecke. Eine plötzliche Er⸗ hebung des Schiffs warf den Veteranen vom Stuhle und ſchleuderte ihn zappelnd auf die Seite. Er war