Teil eines Werkes 
4. Band (1858)
Entstehung
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Ihr wollt.... das Gefängniß, der Galgen, mir liegt wenig daran: mir iſt Alles gleichgültig.

Nein, ſprach der Baronet,Deine Züchtigung iſt groß genug. Ich habe nicht das Recht, Dein Urtheil zu ſprechen, und hätte ich es, ich würde nie⸗ mals Deine Güte gegen mich in meiner Kindheit vergeſſen. Gehe mit Martha; verlaß dieſe ſchreckliche Scene. Sie wird Dir eine Freiſtätte gewähren.

Ja, ja! ich werde ſie bald verlaſſen. Ich werde nicht lang bleiben... ein wenig Geduld.

Sie beugte ſich über den Leichnam Roderichs, küßte ſanft deſſen Stirne und ließ ſich dann auf die Kniee nieder. Die Menge glaubte, ſie bete: dieß war auch die Hoffnung des Rectors und unſeres Helden.

Als Martha näher trat, ſie zu tröſten, entdeckte ſie, daß Nan todt war.

Ihr Herz war gebrochen. Man legte ſie in das Grab ihrer Mutter.

Am andern Tag reisten Sir Walter und ſeine Freunde nach London ab. Es verging einige Zeit, ehe ſie es wagten, Mignonne das ſchreckliche Ende von Sir Marc nitzutheilen, und als man ihr end⸗ lich davon ſagte, war es ein großer Schlag für ſie, wiewohl ſchon ſeit langer Zeit alle ihre Liebe zu dem Wüſtling völlig erloſchen war.

Dieſe letzten Ereigniſſe verzögerten inzwiſchen das Glück unſeres Helden nicht. Seine Heirath mit Miß Barnard wurde in London vollzogen; und die glück⸗ lichen Gatten traten eine Reiſe auf ſechs Monate Italien an, begleitet von den Segnungen ihrer Sltern.