von einigen Secunden hinzu.„Ich bin nicht un⸗ dankbar für Ihre Güte. Sie werden den Beweis davon erhalten, wenn ich geſtorben bin... Hören Sie! Hören Sie!“
Das Geräuſch eines Wagens ließ ſich in der Straße hören; es war etwas Außerordentliches um dieſe Stunde, und eine lebhafte Röthe färbte plötz⸗ lich die blaſſe Wange Mabels.
Das Geräuſch hörte auf; der Wagen hatte vor der Thüre gehalten.
„Er hat mir ſein Wort nicht gebrochen,“ ſprach die Sterbende,„ich brauche weder Arzt noch Nah⸗ rung mehr. Laſſen Sie mich; ich muß an etwas Anderes, als dieſen vergänglichen Körper denken.“
Die Magd trat ein und flüſterte den Namen Sir Walter Herberts.
„Wir wollen ſehen, was Ihres Neffen Einfluß ausrichtet,“ ſagte der Arzt abgehend,„weil meine Rathſchläge nicht gehört werden.“
Trotz der Vorſtellungen ihrer Wirthin ſtand Mabel auf und kleidete ſich an.
Der Baronet konnte ſeine Bewegung nicht unter⸗ drücken, als er beim Eintritt in das Gemach die Trümmer ſah, welche den Namen Mabels führten. In ſeiner Kindheit hatte er ſie oft bewundert, wenn ſie im Park ſpazieren ging, und jetzt war beinahe keine Spur von jener majeſtätiſchen Schönheit mehr übrig.
„Danke, Walter,“ ſprach ſie, ihm die abgemagerte Hand reichend,„Sie können ſie nehmen, denn Sie ſind zu edel, um eine Feindſchaft gegen mich zu be⸗ wahren.“


