ſeine Kämpfe, ſeine Prüfungen, mit der Geduld eines Märtyrers ertragen. Ich ehre und achte Ihren Schmerz, indem ich nur ſehr wünſche, Sie hätten mich früher Ihres Vertrauens würdig erachtet.“
„Mein Schickſal war in der That ſehr düſter,“ bemerkte traurig die Dame.
„Es wird ſich bald aufklären,“ flüſterte Marion erröthend,„erheitert durch die glückliche Liebe Ihrer Kinder. Dick wird bald wieder kommen. Werde ich wohl meinen Mund daran zu gewöhnen vermögen, ihn Walter zu nennen?“
Bei dem Namen ihres Sohnes erbebte die Mutter.
„Ich habe keine Furcht wegen Dicks,“ ſagte Mr. Barnard.„Er iſt zugleich brav und klug und hat ergebene Freunde... Erlauben Sie mir, von dieſem Brief Gebrauch zu machen?“
„Ja,“ antwortete die Wittwe Walter Herberts mit ſchwacher Stimme,„und doch bedaure ich, von demſelben mich zu trennen. So viele Jahre lang hat er auf meinem Herzen geruht, weder bei Tag noch bei Nacht mich einen Augenblick verlaſſen.“
„Ein eben ſo trauriges als unkluges Andenken,“ erwiderte Mr. Barnard;„es wundert mich nicht, daß Ihr Herz litt, bedrückt von einer ſolchen Laſt. Aber Alles das iſt vorüber und ich erblicke am Ho⸗ rizont die Morgendämmerung eines ruhigen und glücklichen Tages.“
„Wenn Walter wenn mein Sohn ſeine Mutter für ſchuldig hielte....
„Ich würde ihn verleugnen,“ fiel der Bankier ein;„Marion würde ihn zurückſtoßen, ich. aber warum Ihr Herz mit ſolchen Vorſtellungen


