heiten Ihrer Freunde beſſer als Ihre eigenen ſor⸗ gen.. aber was bedeuten deren Worte, daß Sie Ihres Vermögens beraubt und von Crowshall verjagt werden ſollen?“
„Eitle, wahnſinnige Drohung!“
„Hum!“ brummte der Baronet mit zweifelnder Miene,„wenn ich ſie für ebenſo fähig hielte, dieſe Drohung auszuführen, wie ich ſie bei geſundem Ver⸗ ſtand glaube, ſo würde ich nicht die Einkünfte eines Jahrs für Ihre Rechte auf dieſes Herrſchaftsgut geben.“
„Sie ſind ſo ſicher, wie Ihre Rechte an das Erbe Ihres Vaters,“ erwiderte ſein Freund.
Bei der Rückkehr auf ſein Zimmer hatte Roderich nichts Eiligeres zu thun, als das Packet, welches der Baronet ſo geſchickt für ihn bekommen hatte, zu unter⸗ ſuchen. Sein Inhalt bewies, daß die Andeutungen des Advocaten Ellsgvod genau waren, denn er ſah nichts Geringeres, als die vielbeſprochene Urkunde Sir Gilberts vor ſich. Er erkannte beim Leſen, warum Mabels Großmutter ſie unterdrückt hatte. Ihr Gatte ſetzte darin ſeiner Maitreſſe und ſeinem Kinde eine lebenslängliche Rente aus.
„Ellsgood hatte Recht,“ ſagte er,„eine Frau in ihrem Haß iſt ſchlauer als ein Advocat, beharrlicher als ein Prieſter. Die Nachkommen der Lady Herbert haben die Grauſamkeit ihrer Großmutter theuer be⸗ zahlt.“
Er hielt das Pergament an die Flamme der Kerze und ergötzte ſich daran, wie es einſchrumpfte und kniſterte gleich einem mit Leben begabten Weſen. Als es zuletzt nur noch ein unförmlicher Aſchen⸗


