Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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Mein armer Knabe, ſagte Mr. Barnard, der dem Verhöre beiwohnte,Du haſt meinetwegen viel gelitten. Wie ſoll ich Dich und Deine braven Kama⸗ raden belohnen?

Er hatte gleich von Anfang an eine beſondere Zuneigung zu unſerem Helden gefaßt, und dieſes Abenteuer beſtärkte ihn nur noch in dem Vorſatz, den er am Abend zuvor gefaßt hatte.

Am Schluſſe der Affaire ließ er Mr. Webb und ſeine Frau rufen.

Meine braven Leute, ſprach er,ich habe Euch ſehen wollen, weil ich Euch einen Vorſchlag zu machen, oder vielmehr einen Entſchluß mitzutheilen habe. Meine Abſicht iſt, den Knaben zu mir zu nehmen und ihm eine gute Erziehung zu geben.

Wie? ich mich von meinem Kinde trennen? rief die ſtolze Euphraſia, ihre Arme um Dick ſchlin⸗ gend und ihn auf eine ſehr unangenehme Weiſe an ſich drückend;nein, nein, Sie können nicht alles Ge⸗ fühl der Menſchlichkeit verloren haben! Lernen Sie die Seelenqual einer Mutter, die Thränen einer Wittwe kennen und mißhandeln Sie die Unglück⸗ lichen nicht, welche Niemand zum Beiſtande haben.

Es war eine der hochtönendſten Stellen, welche die Dame in der unſterblichen, wiewohl nicht heraus⸗ gegebenen Tragödie Eugenio zu ſprechen hatte. Wie

hätte ſie nicht von einer ſo guten Gelegenheit, ſie

anzubringen, Gebrauch machen ſollen? Aber meine liebe Frau, entgegnete Barnard, der zu begreifen anfing,Sie ſind nicht Wittwe. Gewiß nicht, ſetzte ihr Gatte emphatiſch hinzu. Iſt der Knabe Ihr Sohn?