„Habt Ihr mich verſtanden?“
„Ja,“ ſtammelte Michael.
„Nun, warum bedient Ihr mich dann nicht?“
„Ich will meine Frau fragen,“ ſagte der Ti⸗ tular⸗Hausherr ſich erhebend.
„Nach einigen Minuten erſchien er wieder mit der Erklärung, daß Mrs. Bunce Niemand logiren könne.
„Iſt Euer Haus voll?“
„Nein, mein Herr.“
„Habt Ihr keine Betten?“
„Wir haben ſechs vortreffliche Betten, mein Herr.“
„In dieſem Fall,“ erwiderte der Fremde kalt, „bleibe ich. Die Sonne iſt untergegangen, und Ihr müßt jeden honneten Reiſenden aufnehmen, der Euch für das Quartier zahlen kann und will. Man ſpielt nicht mit mir,“ ſetzte er mit einem Blick hinzu, der den Wirth zittern machte.„Wenn ich weiterem Widerſtand begegne, werde ich meinen Freund, den Rechtsgelehrten Ellsgood von Newark beauftragen, Euch gerichtlich zu verfolgen.“
In dieſem Augenblick ſtürzte Mrs. Bunce, welche an der Thüre gehorcht hatte, in das Zimmer. Es war eine magere, zänkiſche Frau mit rother, ſpitziger Naſe und der Taille einer Weſpe.
„Sie können beauftragen wen Sie wollen,“ ſagte ſie,„und thun, was Ihnen beliebt, aber Sie wer⸗ den nicht in der Aufgehenden Sonne logiren!“
Ihr ſonderbarer Gaſt drehte ſich auf ſeinem Stuhl um, betrachtete ſie einen Augenblick mit ergötzter Miene und ſchlug dann ein munteres Gelächter auf.


