Was denkt Ihr davon, Martha? he, die Frauen haben einen feinen Geiſt!“
„Ich denke, daß Nan eine brave Frau, aber daß es mit ihr nicht ganz richtig im Kopfe iſt, wie Nicolas ſagt. Sie iſt immer beeilt, Arme wie Reiche zu verpflegen.“
„Dadurch hat ſie ſich bekannt gemacht,“ erwiderte Amen liebreich.
„Sind ihre Worte bitter; ſo ſind ihre Werke
gut,“ ſetzte Martha hinzu.„Ohne ſie hätte ich den armen Dick verloren, als er voriges Jahr das Fie⸗ ber hatte. Die Aerzte hatten ihn aufgegeben und Nan rettete ihn.“
„Es wäre vielleicht ein Glück für Euch geweſen,
ihn zu verlieren,“ entgegnete der Gerichtsſchreiber,
„denn wenn es wahr iſt, was man ſagt, ſo habt Ihr von dem Tage an, da man ihn Euch gelaſſen hat, kein Geld für ihn erhalten.“
„So, das iſt meine Sache,“ verſetzte Martha trocken..
„Ohne Zweifel,“ erwiderte Amen in ſeinem ſal⸗ bungsvollſten Ton, denn er wollte ſich mit ihr nicht überwerfen, und ſie zeigte ſich immer ausnehmend
empfindlich in Allem, was den kleinen Dick betraf.
„Aber ich bin immer der Meinung geweſen, daß wir nie glücklicher ſind, als in unſerer Jugend; dieſe Welt iſt eine Welt der Prüfungen; Niemand von
uns kann vorausſehen, was ihm noch vorbehal⸗
ſt. „Es iſt ein artiger Junge!“ rief der Küſter,
„mir würde es leid thun, ihn zu verlieren. Ich ſehe ihn gern auf die Schmetterlinge um die Grab⸗
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