Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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dieſe Frau mit einem ſeltſamen Ausdruck in ſeiner Phyſiognomie, wo Zorn, Erſtaunen und Furcht zu erkennen geweſen wären. Aber Nan hielt ſeinen Blick mit einer Miene aus, welche zu ſagen ſchien:Be⸗ trachte mich ſo lang es Dir beliebt, Du wirſt in meinem Herzen doch nicht leſen.

Es gab wenige Perſonen im Dorfe, die es ver⸗ mocht hätten.

Es iſt hart, ſehr hart, ſo jung, ſo reich zu ſterben, ſagte Nicolas Pim, der den Gegenſtand wechſeln wollte.

Es iſt manchmal härter zu leben, erwiderte die Alte mit einer Energie, welche ſie nur ſelten zeigte.Der Wurm, welcher an dem Herzen nagt, hat ſpitzigere Zähne, als der, welcher im Sarge an uns nagt; wenigſtens fühlen wir ſie mehr und das kommt auf Eins heraus. Aber wie wißt Ihr, daß Sir Herbert dem Tod ſo nahe iſt?

Nun er iſt ſchon drei Monate krank, antwor⸗ tete Amen Corner.

Bah! iſt das ein Grund?

Alle Welt erwartet ſeinen Tod, ſetzte der Ge⸗ richtsſchreiber hinzu.

Alle Welt kann ſich täuſchen, ſagte Nan;ich habe in meiner Zeit ſeltſame Todesfälle und ſelt⸗ ſame Heilungen geſehen. Hat ſich das Licht im Sanctuarium ſchon gezeigt?

Noch nicht, antwortete der Küſter, an den dieſe Frage insbeſondere gerichtet war;ich habe drei Nächte gewacht es zu ſehen.

Es wird erſcheinen, ehe er ſtirbt, ſagte die Alte mit ſonderbarem Lächeln.