findet, was die Aufmerkſamkeit anzuziehen im
Stande iſt.. Aber das Herrenhaus und die Kirche ſind merk⸗
würdig und es freut uns, Liebhabern des
Schönen und Maleriſchen ſie zu beſſerer Kenntniß zu bringen.
Das Dorf verdankt ſeine Entſtehung einer Benedie⸗ tiner⸗Abtei, welche in der Mitte des vierzehnten Jahr⸗ hunderts durch einen Biſchof von Lincoln gegründet
wurde, der ein Mitglied dieſes gelehrten Ordens
geweſen war. Zur Zeit der Aufhebung der Klöſter ſchenkte Heinrich VIII. die weitausgedehnten Län⸗ dereien des Convents einem ſeiner Günſtlinge, einem gewiſſen Sir Humphrey Herbert, der ihm ohne Zwei⸗ fel gute Dienſte geleiſtet hatte. Dieſes Geſchenk
wurde mit einem jährlichen Grundzins von dreihundert
Mark belaſtet, aber auch dieſer ſpäterhin von dem⸗
ſelben Monarchen, welcher ſich in großer Geldbedräng⸗
niß befand, gegen Bezahlung von tauſend Livres Ster⸗ ling, einer ſehr großen Summe für die damalige
Zeit, abgelöst.
Als der glückliche Höfling von der Domäne, dem Lohn ſeiner Dienſte, Beſitz nahm, ſtand zwar das Abteihaus, wiewohl ein wenig in Verfall, noch auf⸗ recht, aber die prächtigen Kreuzgänge und die andern Gebäude hatten von dem wüthenden Glaubenseifer der Reformirten, welche die Kirche ihres bleiernen Dachs beraubten, ihren reichen Glasſchmuck zerſtör⸗ ten, die Altäre und Gräber verſchiedener Heiligen und infulirter Aebte, womit das Sanctuarium ge⸗ ſchmückt war, traurig verwüſteten, grauſam gelitten.
Sir Humphrey Herbert ſchien ein kluger Mann


