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nung des unehrlichen Aſſociés gereinigt, und der alte Mann konnte ſich wieder ſtolz auf der Börſe zeigen, ohne befürchten zu müſſen, daß man ihm über Mr. Kearn höhniſche Fragen vorlegte.
„Hoffentlich kann ich jetzt gehen,“ ſagte Carus.
„Noch nicht,“ verſetzte der Onkel;„es iſt eine weitere Unterſchrift nöthig.“
„Noch eine?“ entgegnete Carus ungeduldig.
Der Kaufmann übergab dem Advokaten das Be⸗ kenntniß des ſterbenden Sanford, das ihm durch das Haus Curry und Söhne zugekommen war. Mr. Morton las es bedächtig Wort für Wort vor. Im Verlauf bedeckte kalter Schweiß das Geſicht des elenden Carus. Die umſtändliche Bloßſtellung ſeiner Schurkerei rief für einen Augenlick die Gluth der Scham wieder auf ſeine Wangen, während anderer⸗ ſeits ehrenhafter Stolz das Antlitz Georg Markhams röthete, der jetzt ſeine Ehre ſogar über allen Schatten des Verdachts erhaben fühlte. Er konnte wieder aufrecht in der Welt einhergehen, ohne vor der Ver⸗ gangenheit erbeben zu müſſen. Thornton, der die Gefühle ſeines Aſſociés vollkommen begriff, drückte ihm glückwünſchend die Hand.
„Was habe ich noch zu unterzeichnen?“ fragte der enthüllte Heuchler, welchem die Blicke der Ver⸗ achtung, die ihm von allen Seiten zuſchoſſen, nach⸗ gerade unerträglich wurden.
Der Rechtsgelehrte begann ein ausführliches Be⸗ kenntniß des Verbrechens zu verleſen, war aber noch nicht weit gekommen, als ihn Carus mit den Worten unterbrach:


