246
ſuch gemacht werden ſollte, auf den Rath ſeines Freundes hin alle eingeborenen Dienſtleute entlaſſen, ſo daß jetzt außer unſerem Helden und dem Lieute⸗ nant Marſh nur noch Jack Manders und ein Eng⸗ länder Namens Edwards, der für den General⸗ gouverneur Pferde aus England gebracht hatte, das Haus bewohnten.
Mit ſeinem gewöhnlichen Mißtrauen hatte San⸗ ford die Zahlung der Beſtechungsſumme an den treu⸗ loſen Diener von dem Erfolg abhängig gemacht, und dieſe Beſtimmung bewog den nicht minder ſchlauen Aſiaten, die Thatſache ſeiner Entlaſſung geheim zu halten. Er hoffte nämlich dadurch, daß er ſich im Hof verſteckte, ſeinen Antheil an dem Geſchäft er⸗ füllen zu können, indem er das Thor aufſchloß und die nächtlichen Geſellen in's Haus einließ.
Jack und der Reittnecht ſaßen noch in dem Speiſe⸗ zimmer, nachdem unſer Held und ſein Freund ſich bereits zur Ruhe begeben hatten. Der Erſtere er⸗ zählte ſeinem neuen Bekannten von dem Verſuch, der auf das Leben ſeines Wohlthäters gemacht worden, und beſchrieb, was er ſelbſt in Folge der Vergiftung durch die Wurzel ausgeſtanden hatte.
„Ich kann das wohl glauben,“ bemerkte der Mann,„denn ich bin nicht zum erſten Mal in Indien. Als ich den Marquis begleitete, ſah ich einmal einen der Beſchwörer oder Prieſter ein Kunſtſtück machen, für das, wenn er es könnte, mancher newmarketer Jockei ſich was Schönes koſten ließe.“
„Und was war dies?“
„Wir hatten uns ſchon drei Wochen Mühe ge⸗ geben, für den gnädigen Herrn einen Zelter zuzu⸗


