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„Was weiter?“ „Zu Aufbewahrung ſeines Geldes braucht er ſie nicht.“ „Nein,“ verſetzte der Kaufmann;„das holt er bei
mir und zwar nie in beträchtlichen Summen.“
„Es iſt ſo, Sir.“
„Was kann er darin aufbewahren wollen?“
„Briefe.“
Der eiferſüchtige Mann hätte vor dem Biß einer Schlange nicht ärger zuſammenfahren können; denn der Blick, mit welchem der Andere ſeine Rede be⸗ gleitete, drückte noch weit mehr aus, als das Wort ſelbſt.
„Und Sie glauben, man könnte jenen Burſchen—“ ſtotterte er.
„Gewiß,“ verſetzte der Buchhalter, als er bemerkte, daß ſeinen Principal die Scham hinderte, den begon⸗ nenen Satz zu endigen..
„Ich muß Gewißheit haben,“ rief Mr. Chutnee, „und wenn davon das Elend meines ganzen Lebens abhinge. Schaffen Sie mir die Briefe.“
„Das wird nicht angehen.“
„Wie ſo? Habe ich Sie falſch verſtanden?“
„Sie vergeſſen das Schloß, Sir,“ entgegnete Sanford.„Aber die Truhe läßt ſich vielleicht ent⸗ † fernen, während Mr. Thrrell im Comptoir iſt, und dann—“
„Ich verſtehe Sie. Ein Akt von— nein, nein, dazu kann ich mich nicht herablaſſen. Gibts kein anderes Mittel?“
„Ich fürchte, nein.“
„Dann muß ich es wagen.“


