Teil eines Werkes 
4. Band (1860)
Entstehung
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Sechsundſechzigſtes Kapitel.

Wir verſuchen nicht, den Schmerz des Abſchieds zu ſchildern, denn ſicherlich haben viele unſerer Leſer ſchon Aehnliches erfahren und können ſich aus der Erinnerung ein treueres Bild davon machen, als es der Feder möglich iſt.

Es gab eine Perſon, welcher es gar nicht gefiel, daß unſer Held nicht Sir Charles und ſeine Familie nach Delhi begleitete. Mr. Chutnee nämlich konnte nicht begreifen, warum der reiche, unabhängige junge Mann in Calcutta blieb, und da ihm deſſen Liebe für das Geſchäft nicht als hinreichender Grund erſchien, ſo ſuchte ſeine Eiferſucht, die nur geſchlummert hatte, einen weiteren in einer vermeintlichen Leidenſchaft des Jünglings für ſeine unſchuldige Frau.

Zum Unglück hatte ſich der Kaufmann in letzter Zeit daran gewöhnt, bei ſeinem Hauptbuchhalter Rath einzuholen. Obſchon er nie den Verdacht eingeſtand, welcher den Frieden ſeiner Seele untergrub und ſein häusliches Glück zerſchrte, war doch der darüber ge⸗ worfene Schleier ſo durchſichtig, daß er Niemand täuſchen konnte. Senford ja ſeine Unruhe und freute ſich darüber, weil er meinte, die Art ſchwei⸗ genden Einverſtändniſſes, das zwiſchen ihnen beſtand, dürfte ſich zu Förderung ſeiner unlauteren Abſichten nützen laſſen.

Sie haben von dem Abmarſch des Olſten nach Delhi gehört? ſagte Mr. Chutnee.

Ja, Sir, verſetzte der Buchhalter.Wir haben