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„Du willſt mir nicht den Gefallen thun?“
„Es iſt ſein Kismit(Beſtimmung)!— Der Hakim der Frendſchis,“ fügte er bei,„ſpottet über unſer Wiſſen; möge er das ſeinige verſuchen.“
„Ich ſpotte über Niemands Wiſſen,“ erwiderte der Doctor, mit Mühe ſeinen Verdruß niederkämpfend, „denn ich weiß wohl, daß meine indiſchen Collegen Geheimniſſe beſitzen, die ihnen und ihrer Kunſt eigen⸗ thümlich ſind.“
„Es iſt ſo,“ antwortete Mirza etwas erweicht.
„Die Weisheit der Länder iſt verſchieden.“
„Wahr.“
„Jedes Land hat ſeine eigene Gelehrſamkeit.“
„Mein Herr hat es geſagt.“
„Der arme Jüngling, für den ich Deine Hülfe nachſuche, hat von der Wurzel erhalten, und was kann Europas Gelehrſamkeit thun, ihn zu retten?“
„Nichts,“ entgegnete der eingeborne Arzt mit Nachdruck.
„Rette ihn, und Gold ſoll Dir wie Waſſer zu⸗ ſtrömen.“
„Gold iſt gut.“
„Und der Ruhm Mirza Alſchi's wird groß ſein im Oſten, da er die Kunſt des Hakim von Franki⸗ ſtan beſchämt hat.“
„In wenigen Minuten werde ich meinem Bruder folgen,“ rief der alte Mann, gereizt durch ſeine Hab⸗ ſucht und Eitelkeit.
Nachdem er den kleinen viereckigen Teppich, wel⸗ cher nur beim Gebet benützt wird, verlaſſen hatte, begab er ſich in eines der Zimmer des Hauſes und kehrte nach einigen Minuten mit einem Schächtel⸗
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