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Kranken zu überreden, daß er einen von ihm berei⸗
teten Trank einnehme.
„Ich kann nicht; der Geruch widert mich an,“ ſeufzte Richard.
„Er wird dem Sahib gut thun,“ ſagte der Hindu, die Schale dem Kranken aufdrängend.
„Setzt es nieder,“ rief der Offizier in ſtrengem Tone;„Mr. Tyrrell wird ſchon davon nehmen, wenn er ein Verlangen fühlt.“
„Er iſt ekelerregend,“ murmelte Richard.
„Aber er kühlt die Hitze des Bluts,“ ſagte der Kenſuma, ohne eine Miene zu verändern.„Ganz Europa hat keine ſolche Arznei.“
„Möglich,“ bemerkte Wharton, indem er das Ge⸗ tränk aufnahm und daran roch.„Ich will es ihm geben, wenn ihn danach verlangt. Jetzt geht und bereitet das Eſſen; ich bleibe hier und ſpeiſe bei Eurem Herrn.“
Eh' der Hindu das Zimmer verließ, wandte er ſich noch an der Thüre um und meinte, er könne auf dem Weg nach dem Markt den Brief des Sahib überliefern.
„Iſt ſchon beſorgt.“
Haſſan verſchwand lautlos.
„Ich fühle mich ſehr ſchwach,“ ſeufzte der kranke Jüngling.
Wharton, der jetzt ernſtlich beunruhigt war, wußte kaum, wie er ſich verhalten oder was er thun ſollte. Als er ſich umſchaute, bemerkte er auf einem der Seitentiſche eine Liqueurflaſche. Er füllte einen Kelch und hielt ihn an die Lippen des Kranken, der ihn auf einmal austrank. Darauf folgte ein heftiger


