Teil eines Werkes 
4. Band (1860)
Entstehung
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dem Billardzimmer zu begeben, das Haus und er⸗ ging ſich in dem benachbarten Wald, um in ſeinem tiefen Schatten einen Bergwinkel gegen die Sonnen⸗ gluth und einen verſchwiegenen Vertrauten zu finden, dem er ſeine wachen Träume, die erſte Muſik ſeines jungen Herzens, zuflüſtern konnte, ohne plauderhafte Zungen fürchten zu müſſen, denen auch das heiligſte Geheimniß nicht heilig iſt. Nicht daß wir die Natur für ſtumm hielten im Gegentheil, ihre Stimme iſt beredter als die der Menſchen; die Lehren, die ſie gibt, ſchöpft ſie aus ſich ſelbſt; ſie unterrichtet, ſetzt in Erſtaunen, entzückt, ſchwatzt aber nicht nach, und was man ihr vertraut, behält ſie für ſich.

Liebe! Der Lyriker mag über ſie ſpotten und ſie für Schwäche erklären; aber der Weiſe kennt ihre Kraft und weiß, daß ſie nicht nur ein Sporn für die Jugend, ſondern auch ein Hebel der Kraft für den Mann und ein Troſt für das Alter iſt. Wie einſam und traurig wäre ohne ſie das Daſein? Ehr⸗ geiz, Habſucht und das weniger unedle Streben nach Ruhm mögen dem Verſtand einen Erſatz für ſie bie⸗ ten, wie das Fieber für die natürliche Wärme; aber dem Herzen genügen ſie nicht, und der Tempel iſt wahrhaft öde, auf deſſen Altar nie eine reine, tugend⸗ hafte Liebe ihr Opfer dargebracht hat.

Liebe! Was faßt ſie nicht Alles in ſich? Die Anhänglichkeit des Weibes, den Gehorſam des Kin⸗ des, die Zärtlichkeit des Gatten und Vaters, die treue Mutterſorge kurz Alles, was ſchön und edel iſt im Menſchenleben. Die Gottheit hat es

nicht verſchmäht, dieſes einzige Wort zu ihrem Sym

bol zu machen, deßhalb ſoll die Welt immer fort