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Mr. Bently. Der Letztere war früher eingetroffen, als man erwartet hatte, und in der Ungeduld, ſeinen Enkel zu ſehen, ſogleich mit dem würdigen Geiſtlichen aufgebrochen, um ihn aufzuſuchen.
Richard war natürlich ſehr erſtaunt, als der Korb nicht weiter ging und rief in die Höhe, um nach der Urſache zu fragen; noch mehr beunruhigte es ihn, daß er keine Antwort erhielt. Wenn an der Maſchinerie ſich etwas ſchadhaft erwieſen hatte, ſo ſah er ein, daß ſein Untergang unvermeidlich war.
An der Stelle, wo er, wie Mahomets Sarg, nur in einer weniger befriedigenden Weiſe, mitten zwiſchen Himmel und Erde hing, ſprang ein Felſen⸗ ſtück vor, das gerade groß genug war, um einem Menſchen zum Stützpunkt zu dienen. Ein ſeltſames Zittern des Seils diente ihm zum warnenden Zei⸗ chen, daß keine Zeit zu verlieren ſei. Er ſprang aus dem Korb und erreichte die rettende Stelle in dem⸗ ſelben Augenblick, als das Seil riß. Ein Moment ſpäter und er hätte zerſchellt in dem Abgrund ge⸗ legen.
Der Meuchelmörder war ſo ganz und gar von ſeinem ſchrecklichen Werk in Anſpruch genommen, daß er weder das Rollen der Räder auf dem Raſen, noch die Fußtritte Derjenigen hörte, welche aus dem Wagen ſtiegen und auf ihn zukamen. Der Elende hatte ſich am Rande des Felſen auf Hände und Kniee niedergelaſſen und ſchaute in die Tiefe, als der Geiſtliche im Ton des Entſetzens ausrief:
„Das Seil iſt geriſſen!“
Bei dieſen Worten ſprang der Mordbube auf.
„Es iſt abgeſchnitten,“ fügte Mr. Brown bei.
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