Wunſch mit, eine Fußwanderung um die Inſel zu machen und die verſchiedenen Buchten derſelben zu beſuchen. Da er ſchon ziemlich herangewachſen und die Tour unter gewöhnlichen Umſtänden von keiner Gefahr begleitet war, ſo ertheilte Mr. Brown be⸗ reitwillig ſeine Zuſtimmung, und es wurde feſtge⸗ ſetzt, daß unſer Held am andern Tag aufbrechen ſollte.
Nur die wahren Freunde der Natur, welche es nicht verdrießt, ihre Schönheiten in den abgelegenſten Gegenden, fern von dem Tummelplatz der Menſchen, aufzuſuchen, können ſich eine Vorſtellung von der Luſt machen, mit welcher unſer Held, der mit dem friſchen Sinn für das Maleriſche die Begeiſterung des Dichters verband, die Landſchaftsparthieen mit ihren ſenkrecht abfallenden Felsgruppen betrachtet, die ihm bei jeder Wendung des Wegs plötzlich als Neuheiten entgegentreten. Nicht minder anregend wirkte auf ihn das Gefühl der Freiheit und der Genuß der balſamiſchen Luft, die ihn mit dem Hauch der Geſundheit anwehte.
Da Richard in der Zeit nicht beſchränkt war, ſo gab er ſich ſeiner Muße mit jener träumeriſchen Luſt hin, welche poetiſchen Gemüthern einen ſo großen Genuß bietet. Kein intereſſanter Standpunkt wurde vernachläſſigt und er ließ ſich Zeit zu bewundernder Betrachtung, da ihm jede neue Scene einen größe⸗ ren Zauber zu bieten ſchien.
Am dritten Tag ſeiner Wonderung erreichte er eine maleriſche Felſengruppe, welche eine der vielen Inſelbuchten umgab, und durch ihre Vorſprünge in die See ſie hermetiſch von dem übrigen Land ab⸗ ſchloß, ſo daß ein Menſch, der zur Zeit der Ebbe


