Teil eines Werkes 
2. Band (1860)
Entstehung
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ich ſie nur einen Augenblick wieder ſehen, ihren Kuß fühlen und mich überzeugen dürfte, daß ſie wohl iſt. Es iſt ein grauſames Wohlwollen, ein Herz, das ihn nie beleidigt hat, unter dem Vorwand einer guten Abſicht zu zerreißen.

Da iſt der Gentleman, ſagte der Geiſtliche, als er Mr. Bently aus dem Haus nach dem Spielplatz kommen ſah.Ich will Sie mit ihm allein laſſen. Sie können offen und der Wahrheit gemäß Ihre Ge⸗ fühle gegen ihn ausſprechen, denn ich zweifle nicht, daß Ihr Wohlthäter im Stande ſein wird ſich zu vertheidigen.

Mit dieſen Worten zog ſich der Geiſtliche nach einem abgelegenen Theil des Gartens zurück und ließ den kann mit ſeinem Enkel in der Hoff⸗ nung allein, daß eine Verſtändigung ſtattfinden werde, da ſeinem Urtheil nach die Gefühle ſeines Zöglings eben ſo natürlich als richtig waren.

Richard erhob ſich bei der Annäherung des Man⸗ nes, der einen ſo außerordentlichen Einfluß auf ſeine Beſtimmung geübt hatte, und blieb kalt aber achtungs⸗ voll vor ihm ſtehen. Ungeachtet ſeiner Jugend ſah er wohl ein, wie viel er der Güte des Fremden ver⸗ dankte, namentlich wenn er ſich die ſchreckliche Lage vergsgenwärtigte, aus welcher ihn derſelbe gerettet hatte; aber die Gefühle der Dankbarkeit wurden durch die Empfindung erkältet, daß er die errungenen Vor⸗ theile mit dem Seelenfrieden ſeiner Mutter habe er⸗ kaufen müſſen.

Sie betrachteten ſich wechſelſeitig eine Weile. Dem reichen Kaufmann ſchien das beſſere Ausſehen, die anſtändige Haltung, das ſchöne, g