Teil eines Werkes 
2. Band (1860)
Entstehung
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Der Halunke hätte beifügen können:„und hat ſie gefühlt.“ Doch dies war unnöthig, ſein Zuhörer verſtand ihn vollkommen.

Dieſe geflüſterte Unterhaltung beunruhigte Lillian en ſie blickte mehre Male ſehnſüchtig nach der Thüre.

Nachdem Alles bereinigt war, verabſchiedete ſich ihr künftiger Gebieter, und Mike ließ ſich's nicht nehmen, ihn bis an die Straßenecke zu begleiten. Er vergaß übrigens nicht, zuvor ſein Opfer ſorgfäl⸗ tig einzuſchließen.

Arme Lillian! Der Schrecken der Einſamkeit be⸗ mächtigte ſich jetzt ihrer, und ſie wurde unwohl und ſchwindlich von den erſtickenden Branntwein⸗ und Ta⸗ baksdünſten, mit welchen die Luft erfüllt war. Wäre eine Ritze, ein Spalt da geweſen, durch den ſie hätte entwiſchen können, ſo würde ſie in ihrer Verzweif⸗ lung, trotz der Drohungen ihres Gefängnißwärters, den Verſuch gemacht haben; aber die Mauer an der Hinterſeite des Hauſes war zu hoch und das enge Fenſter vergittert. Nur eine Hoffnung blieb ihr: die Rückkehr ihres jungen Beſchützers. Sie eilte an's Fenſter, drückte ihr blaſſes Geſicht an die Scheiben und harrte, für ihn betend, ſeiner Rückkehr. In dieſer Stellung wurde ſie von Mike angetroffen. Zum Voraus voll Aerger über den Vortheil, wel⸗ chen ihm Dick abgewonnen, wurde er bei ihrem An⸗ blick noch wüthender; er hatte jetzt einen Gegenſtand, 6 isen er ungeſtraft ſeine üble Laune auslaſſen onnte.

„Hab' ich Dir nicht verboten, an's Fenſter zu gehen?“ rief er, ſie zurückreißend.

Smith, Ehbe u. Fluth. II. 3