gerade unlenkſam, hatte in der letzten Zeit ihm mehr⸗ mals getrotzt und beſaß einen(wie ſein Onkel meinte) ganz unnatürlichen Widerwillen gegen das geduldige Hinnehmen einer geſunden Dreſcherei. Außerdem glaubte Mike bald in der Lage zu ſein, Jacks ganz und gar entbehren zu können.
Während dieſer Betrachtungen hatte der Depor⸗ tirte drei Mal an ſeiner Stiefelſohle die Pfeife aus⸗ geklopft und war eben im Begriff, ſie zum vierten Mal zu füllen, als ein Schatten das Fenſter ver⸗ dunkelte, deſſen rautenförmige Scheiben eine zu dicke Schmutzkruſte überkleidete, als daß ein Draußenſte⸗ hender in die Stube hätte ſchauen können.
„Geh' in Deine Kammer!“ rief er Lillian zu, während er zugleich ſeine Pfeife auf den Tiſch legte. „Rühr' Dich nicht und mach' keinen Lärm, bis ich Dich herunter rufe. Merk' Dir's, ſonſt ſoll Dir's übel bekommen.“
Froh, ſich dem erſtickenden Tabaksqualm entziehen zu dürfen, gehorchte die Kleine, und Mike ſchickte ſich an, ſeinem Freund die Thüre zu öffnen, den wir hier näher beſchreiben müſſen.
Obgleich der Gentleman— denn alle Künſtler ſeines Schlags ſind heutzutage Gentlemen— viel älter ausſah, zählte er doch nicht weiter als fünfund⸗ dreißig Jahre, und hatte eine Höhe von ungefähr fünf Fußen, nicht ſonderlich viel für einen Helden; dafür hatte er aber ungemein breite Schultern und Arme, die große Muskelkraft verriethen. Seine Beine waren kurz und dünn, entſchieden dünn; und doch
ſetzte ſeltſamer Weiſe ihr Inhaber einen beſonderen
Stolz darein, ſie zu zeigen. Er trug Sommers und


