genügendes Frühſtück einnahm,— und als er ſich von ihr verabſchiedete, verſprach er, bald wieder zurück zu kommen.
„Komm' her,“ herrſchte Mike dem Kinde zu, ſo⸗ bald ſie allein waren. Mit verzweifeltem Muth trat Lilly auf ihn zu.
„Recht ſo,“ fuhr er fort.„Nun merk auf. Du ſiehſt jene Thüre; wenn Du verſuchſt, hinauszugehen ohne meine Erlaubniß, ſo ſchlag' ich Dir alles Fleiſch von Deinen Knochen herunter. Hörſt Du?“
„Ja,“ hauchte Lillian.
„Vergiß es nicht, denn ich ſage nicht gern etwas zweimal.“
Während des Morgens entfernte ſich der Depor⸗ tirte auf eine halbe Stunde und ſchloß die Thüre forgfältig hinter ſich zu. Als er zurückkehrte, brachte er einige Flaſchen Branntwein, zwei Pfeifen und Tabak mit ſich. Da er alles dies auf den Tiſch legte, ſo konnte man daraus entnehmen, daß er einen Beſuch erwartete.
„Sitz dorthin,“ ſagte er, auf einen Schemel in der Nähe des Feuers deutend.„Du ſollſt mir nicht in der Kälte da ſchnattern.“
Lillian gehorchte.
„Woher kommſt Du?“ fuhr er fort.
„Weit her über's Meer.“
„Und haſt Du keinen PVater, keine Mutter?“
„Nein, ſie ſind beide todt,“ antwortete Lillian,
in Thränen ausbrechend. „Dachte mir's,“ murmelte der Strolch. Er konnte wenig weiter aus ihr herausbringen. Kein Wunder, denn Lillian war erſt ſechs Jahre alt,
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