Teil eines Werkes 
2. Band (1860)
Entstehung
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Mädchen zog ſich ſcheu in eine Ecke zurück, während Jack ſich mit dem Frühſtück zu ſchaffen machte.

Der Deportirte war in keiner ſehr liebenswürdi⸗ gen Stimmung. Seine rothen, triefenden Augen legten Zeugniß ab von der Schlemmerei der Nacht, und ſogar der Anblick von Speiſe widerte ihn an, obſchon er von dem Thee Taſſe um Taſſe die dürre Kehle hinabgoß.

Was ſtarrt die Gans mich an? rief er mit einem finſteren Blick auf die Kleine, die, vom Schre⸗ cken gebannt, kein Auge von ihm zu verwenden ver⸗ mochte.

Redet nicht ſo rauh mit ihr, Onkel, ſagte Jack, Ihr ſchüchtert ſie nur ein.

Und warum ſoll ich ſie nicht einſchüchtern? verſetzte der rohe Menſch wild.

Sie iſt noch nicht daran gewöhnt.

Du wirſt mir zuletzt ebenſo blödſinnig, wie das Mädel, murmelte der Deportirte.Das iſt die Frucht vom Daheimhocken, vom Eſſen und Trinken und Nichtsthun. Mach', daß Du fortkommſt, fügte er bei,und ſieh zu, daß Du etwas aufliest. Ich will nicht fort und fort einen Müßiggänger erhalten.

Die Erklärung war ziemlich beſcheiden in Anbe⸗ tracht des Umſtandes, daß ſeit Jahren der Knabe ihn hatte erhalten müſſen.

Nie war Jack ſo wenig aufgelegt geweſen, das Haus zu verlaſſen, als dieſen Morgen. Aber was ließ ſich thun? Nur dadurch, daß er Geld brachte, konnte er hoffen, ſeinen Arbeitsvogt wieder in gute Laune zu bringen. Gleichwohl zögerte er ſo lang als möglich, um ſich zu überzeugen, daß Lilly ein