Teil eines Werkes 
2. Band (1860)
Entstehung
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ander in der Hütte zubrachten, reichten zu, ein gegen⸗ ſeitiges Verſtändniß herbeizuführen. Die Waiſe fühlte, daß ſie einen Freund, faſt einen Beſchützer, gefunden, und der Knabe hatte jetzt ſtatt etwa eines Hundes oder Koninchens ein vernünftiges Weſen um ſich, dem er ſeine Neigung zuwenden konnte.

Jack ſchien in ſeinen Beſtrebungen, die kleine Spielgefährtin zu unterhalten, nie zu ermüden. Schon in der erſten Nacht trat er ihr ſein Bett ab, eine Aufopferung, gegen die Mile, obſchon er ſich darüber wunderte, keine Einwendung erhob; denn die Kammer (wenn ein finſteres Loch über dem Vorhaus dieſen Namen verdient) wurde nur durch ein kleines Dach⸗ fenſter erhellt, welches das Kind nicht erreichen konnte, und ein weiterer Vortheil, welcher dem Deportirten nicht entging, beſtand darin, daß die Thüre ver⸗ riegelt werden konnte.

Seine eigene Schlafſtätte hatte ſich Jack über dem Treppenhaus bereitet. Der Wind drang aller⸗ dings durch das zerbrochene Fenſter herein und kam mit dumpfem, ſtöhnendem Pfeifen von der Küche aus die Treppe herauf; aber er achtete nicht auf dieſe Unbequemlichkeiten. Er war an die Nachtluft

gewöhnt, und wenn er etwa erwachte und ihn fror,

ſo zog er den Kopf unter die Bettdecke und ſchlief bis zum Morgen oder bis Mike trunken aus dem Wirthshaus heimkehrte und ihn veranlaßte, ſchau⸗ dernd die knarrenden Treppen hinunter zu eilen und⸗ die Thüre aufzuſchließen.

Am ondern Morgen war Jack der erſte auf den Beinen, brachte die Küche in Ordnung, ſo gut er es verſtand, zundete Feuer an und bereitete das