Teil eines Werkes 
1. Band (1860)
Entstehung
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209 „Vielleicht iſt es nur geſchehen, um Sie zu er⸗

ſchrecken, Papa,“ rief Alice, der Worte Williams eingedenk.

Lady Boothroyd betrachtete das Kind ſehr ſcharf und mit verlegener Miene, während der Pfarrer und ſeine Frau ſich abwandten, um ihr Lächeln zu ver⸗ bergen; ſie waren nämlich unter ſich zu dem Schluß gekommen, obſchon ſie nicht entfernt ahnten, welchen Antheil die gnädige Frau an der Sache hatte.

„Mich zu erſchrecken?“ wiederholte Sir Nor⸗ man und erröthete bis über die Schläfe.„Das Kind wird wahrhaftig blödſinnig. Wer hat je eine t lächerliche unwahrſcheinliche, unmögliche Idee ge⸗

ört?“

„Sehr lächerlich,“ echote die Gnädige.

„Mademoviſelle Joulain iſt nicht länger die ge⸗ eignete Perſon, ihre Erziehung zu leiten,“ fuhr der Baron fort.„Sie braucht eine Gouvernante, welche feſt und ſtrenge mit ihr iſt.“

„Allerdings, mein Beſter, wenn Sie ſo glauben,“ verſetzte die Frau Gemahlin.

„Ich glaube ſo, Lady Boothroyd,“ erwiderte der Eheherr,„und muß Sie bitten, daß Sie meine Wünſche über dieſen Gegenſtand in Erwägung ziehen.“

Ein Blick, hell und plötzlich, wie der Blitz aus einer Donnerwolke, erinnerte den Sprecher daran, daß nicht immer Gäſte in Meldown⸗Park waren, und ſein Unwille verkühlte ſich raſch.

Der laute, zürnende Ton, mit welchem der Vater geſprochen, und die Drohung mit einer anderen Gou⸗ vernante, trieb Thränen in Alice's Augen; ſie eilte

Smith, Ebbe u. Fluth. r. 14