Teil eines Werkes 
1. Band (1860)
Entstehung
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Gatten. Nie ſchien ſie heiterer und lächelte ihm zärt⸗ licher zu, als in der Stunde des Unglücks. Wohl war die Aufgabe ſchmerzlich; aber die Liebe der Gattin und der Mutter hielt ſie aufrecht, und wenn zuweilen in der ärmlichen Wohnung, in der ſie ein Obdach gefunden, die Einſamkeit ihren Muth brechen wollte, ſo reichte ein Blick nach der Wiege ihres Erſtgebornen hin, ihn wieder neu zu beleben. Georg Markham war mehrere Monate ohne Be⸗ ſchäſtigung. Für einen von Natur regſamen Geiſt iſt der Müßiggang ein böſer Rathgeber; denn ſowohl beim Reichen als beim Armen führt er gemeiniglich zu Laſtern, ſpannt das Herz ab, verſetzt das Gemüth in eine krankhafte Reizbarkeit, lähmt den moraliſchen Muth und raubt dem Manne ſeine Thatkraft. Bald fühlte der Unglückliche dieſen traurigen Einfluß und erlag der entwürdigendſten Verſuchung deſſelben, in⸗ dem er ſich dem Trunk ergab. Er nahm ſich aller⸗ dings oft vor, den verhängnißvollen Bann zu bre⸗ chen, und verſprach ſeinem entſetzten und beunruhigten Weibe, das tückiſche Getränk zu meiden, das ihn ſeiner Vernunft beraubte; aber zu ſeinem Unglück war die Flüſſigkeit zu ſchlau gemiſcht; eine Hand, die er nicht ſehen konnte, bereitete ſie für ihn zu, und was er verſprach, wurde eben ſo ſchnell wieder vergeſſen. Die Folge davon war, daß er eine Stelle um die andere verlor und zuletzt gar keine regelmã⸗ ßige Beſchäftigung mehr hatte, indem nur gelegent⸗ lich ein Advocat ihm Copialien zufließen ließ, wenn deſſen regelmäßige, an Fleiß und Ordnung gewöhnte Abſchreiber das vorhandene Material nicht bewälti⸗ gen konnten. So war die Familie Markham Jahr