10
nem Erfolge kommen ließ. Freilich hätte ihm ein Kind den Schlüſſel zu dem Räthſel an die Hand ge⸗ ben können.
In dem Alter von Einundzwanzig hatte Georg Markham Rachel Bently, das einzige Kind eines reichen Citykaufmanns, in deſſen Comptoir er ſeine merkantiliſche Bildung erhalten, geheirathet. Die Verbindung war zwar geſchloſſen worden, als der Vater ſich wegen Geſchäftsangelegenheiten der Firma in Indien befand, konnte aber doch keine heimliche genannt werden, ſofern die Mutter der Braut ihre Zuſtimmung ertheilt und das Chebündniß durch ihre Anweſenheit bei der Trauung geheiligt hatte.
Unglücklicher Weiſe war Mrs. Bently eine oder zwei Wochen vor der Rückkehr ihres Gatten raſch ge⸗ ſtorben, und ein Brief, den ſie auf ihrem Sterbe⸗ bette geſchrieben, und in welchem ſie vermuthlich die Gründe für ihr Hondeln dargelegt, hatte nicht aufgefunden werden können.
Es dürfte ſchwer ſein, zu entſcheiden, ob in Mr. Bently's Innerem Unwille oder Staunen das Ueber⸗ gewicht behauptete, als er bei ſeiner Ankunft in Eng⸗ kand ſeine Erbin mit einem Menſchen aus ſeinem Comptoir verheirathet fand. Abgeſehen von der Un⸗ gleichheit der Verbindung war ihm dadurch die theure Hoffnung vieler Jahre, ſeine Ausſicht nämlich, die Tochter mit ſeinem Neffen Carus Kearn, einem jün⸗ gern Compagnon des Hauſes, vermählen zu können, vereitelt worden. Der Kaufmann liebte zwar ſein Kind, obſchon er ſeine Gefühle nie ſonderlich merk⸗
lich werden ließ; aber ſein Stolz wie ſein Vaterherz
war verwundet, und der Zorn iſt ein übler Rathge


