Teil eines Werkes 
1. Band (1860)
Entstehung
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nimmt, wird ſie doch nur wenig von Fußgängern be⸗ ſucht, wahrſcheinlich weil ſie nur theilweiſe gepflaſtert iſt und wegen ihrer niedrigen Lage bei naſſem Wet⸗ ter ſich in einen förmlichen Moraſt umwandelt.

Im Jahr 1847, der Periode des Beginns unſerer Erzählung, waren die Häuſer der gedachten Straße ſo armſelig und gering, als man ſie ſich nur denken kann, und wurden hauptſächlich von Brettſchneidern und Kärrnern bewohnt, die auf den Holzplätzen und in den Brauereien der Nachbarſchaft Beſchäftigung fanden; doch miſchten ſich unter ſie, wie wir mit Be⸗ dauern bemerken müſſen, auch andere weit weniger achtbare Charaktere Flüchtlinge vor dem Arm der

Gerechtigkeit, Menſchen, die im Krieg lebten mit der

Geſellſchaft, mit der Welt Verſteckens ſpielten und es den Zufälligkeiten der nächſten Nacht anheimgaben, ſie für den folgenden Tag mit einem Mittageſſen zu verſehen.

In jüngſter Zeit haben, wie ich höre, jene Schanz⸗ gräberder Gentility, die Race der mit Arbeit überbürdeten und für Hungerſterben bezahlten Kauf⸗ mannsdiener es gewagt, in der Umgegend ſich als Squatter(man entſchuldige den amerikaniſchen Ausdruck) niederzulaſſen, und damit einer allmäligen Beſſerung der Zuſtände Bahn gebrochen. Wir ſind wenigſtens geneigt, dies zu glauben; denn als wir das letzte Mal die Gegend zu beſuchen uns erkühn⸗ ten, machten wir die Wahrnehmung, daß die Reihe düſterer, unheimlich ausſehender Häuſer, deren Fen⸗ ſter gewöhnlich der Blendläden entbehrten und auch ihrer wegen des Schmutzes nicht bedurften, durch Ein⸗ fügung einiger neuer von blankem Ausſehen unter⸗

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