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Kindheit, bis zu jenem Abend, da ich den armen alten Martin und den Küſter dahin begleitete!.... Ihr ſeid immer ein gottloſer, rachſüchtiger Menſch geweſen, aber ich habe niemals weder Streit noch Zank mit Euch gehabt! Ich würde meine Hand nicht erheben, um einem Hund etwas zu Leide zu thun, er müßte denn eine Züchtigung verdienen!.... Fragen Sie nur Chettleborough, Euer Ehren; er wird ſagen, wie wir den Sack gefunden haben. Ich glaube, es iſt Gottes Finger, den man darin ſehen muß; wir ſind dabei für Richts!“
Der Eifer und die Aufrichtigkeit, wodurch dieſe Worte bekräftigt wurden, hätten die Zuhörerſchaft überzeugt, wenn es in dieſer Beziehung noch einen Zweifel gegeben hätte. Henry lächelte ihm zu und ſein demüthiger Freund nahm dieſes Lächeln als ein Zeugniß für ſeine Ehre und Rechtſchaffenheit auf.
Man fand darauf für gut, den Zeugen einzu⸗ führen, damit er ſeine Ausſage mache. Nachdem Doctor Orme verabredetermaßen zweimal geklingelt hatte, öffnete ſich die Thüre der Bibliothek und Martin erſchien, gehalten von den beiden Wund⸗ ärzten.
Das Geſicht des Alten war von ſchrecklicher Bläſſe; er hatte ſo viel gelitten! aber ſein Auge war hell und beſonnen, und die zuſammengedrückten Lippen deuteten Vernunft und Entſchloſſenheit an. Man ſieht niemals, oder doch höchſt ſelten einen Blöd⸗ oder Wahnſinnigen mit geſchloſſenen Lippen.
„Danke, Maſter Harry, danke!“ ſtammelte er, als unſer Held ihn mit beinahe kindlicher Beſorgniß zu ſeinem Seſſel geführt hatte. Dann heftete er


