Teil eines Werkes 
4. Band (1859)
Entstehung
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Wunſch hatte, allein zu ſein und länger als ge⸗ wöhnlich aufzubleiben. Zum Glück hatte die gute Fau in ihrer Gemüthsart nicht einen Funken Eifer⸗ ſucht. Als die Stunde ſich näherte, verließ Matthäus die Farm und marſchirte den Fußpfad hinauf, wel⸗ cher nach dem Gemeinde⸗Anger führte. Er wußte, daß ſein Beſucher hier vorüberkommen würde. Er brauchte nicht lang zu warten. Schon auf halbem Weg hörte er einen ſchweren, gemeſſenen Schritt, der von der andern Seite herkam.

Es war der Khan. In Folge eines gegen⸗ ſeitigen Impulſes drückten ſie ſich die Hände und nannten ſich bei ihren Namen:Philipp! Matthäus!

Du erkennſt mich alſo? ſagte der Renegat.

Im Augenblick, da ich Deine Stimme hörte, habe ich Dich erkannt. Ich hätte durch Dein Ge⸗ ſicht mich vielleicht täuſchen laſſen können, denn die Züge ändern ſich mit der Zeit, und mein Ge⸗ ſicht iſt nicht ſehr gut; aber mein Herz zitterte bei dem Ton Deiner Stimme. Sie konnte mich nicht täuſchen!

Sie gingen einige Zeit neben einander her, ohne das Stillſchweigen zu brechen.

Philipp, ſprach der Farmer endlich,Du haſt Deinen Sohn geſehen.

Ich habe ihn geſehen und kann Dir nicht ge⸗ nug für Deine Güte gegen das arme, verlaſſene Kind danken. Du haſt Deine Pflicht ſchön erfüllt, Matthäus; Du biſt nicht allein edelmüthig, ſondern