Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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Wir wollen ſehen! murmelte die Dame;wir wollen ſehen!

Als Ellen in ihr Zimmer trat, erkannte Suſanne ſogleich an der Bläſſe und Aufregung in ihren Zü⸗ gen, daß etwas Schmerzliches vorgefallen ſein mußte. Das Erſte, was ſie that, war, die Thüre zu ver⸗ riegeln. Nachdem dieß geſchehen, trat ſie auf ihre junge Herrin zu und bat ſie, ihr Alles zu erzählen, was geſchehen war.

Mein Verfolger iſt hier! flüſterte Ellen.

Ich dachte es mir wohl, erwiderte die treue Suſanne.

O! warum haben Sie eingewilligt, das Pfarr⸗ haus zu verlaſſen?

Wollte Gott, ich wäre noch dort! Ich würde in Sicherheit ſein. Aber wir wollen dahin zurück⸗ kehren. Ich kann nicht eher ruhig ſchlafen, als bis ich mich wieder unter dem Dach des guten alten Doctors ſehen werde. Wenn er die grauſame Ver⸗ folgung, der ich ausgeſetzt bin, wüßte!

Suſanne ſchwieg ſtill. Sie wußte, es war nicht wahrſcheinlich, daß man ihnen geſtatten würde, die⸗ ſes einſame Haus zu verlaſſen, wohin man Ellen ſo geſchickt verlockt hatte. Auf Bitten ihrer Herrin ſchlief ſie an ihrer Seite, aber es vergingen bange Stunden, ehe der Schlaf die Augenlider der armen Waiſe ſchloß.

Nach einer unruhigen Nacht ſtanden ſie beide auf und Suſanne ging hinunter, um zu ſehen, ob es eine Möglichkeit gebe, das Haus zu verlaſſen, ehe der Oberſt und ſeine Frau erwacht wären, Während ihrer Abweſenheit betete Ellen zu dem,