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Aber der Schlaf fand ſich nicht ein, Henry's Augen zu ſchließen. Das in der Hütte des Kaninchen⸗ wärters angehörte Geſpräch bewies ihm, daß er einen Nebenbuhler und Feind hatte; er glich einem jungen Gladiator, der nach Kampf begierig war.
„Er will mich erniedrigen!“ wiederholte er bei ſich,„mich durch die Verachtung demüthigen, mich in Ellens Gegenwart beſchimpfen!.. Nun, wir wollen ſehen. Iſt mein Name noch nicht in den Archiven des Adels einregiſtrirt, ſo iſt mein Herz wenigſtens edel und würde es verſchmähen, den Vortheil der Geburt, ſelbſt gegen einen Feind, gel⸗ tend zu machen. Er will mich erniedrigen, der übermüthige Prahlhans! Man kann nur ſelbſt ſich erniedrigen!“
Kaum begann der Tag anzubrechen, ſo erhob ſich Henry Aſhton von dem Bett, auf das er ſich geworfen hatte. Dann öffnete er einen Schrank, der ſich gegenüber vom Fenſter befand, nahm aus einer Schublade ein Pnar Piſtolen von koſtbarer Arbeit heraus, die nach der Ausſage des würdigen Pächters ſeinem Vater gehört hatten; er unterſuchte ſorgfältig das Schloß; vielleicht ſagte ihm eine Ahnung, daß er deren bald bedürftig ſein würde. Befriedigt von ihrem Zuſtand, verſah er ſich mit Kugeln und Pulver und entfernte ſich, ehe Jemand im Hauſe auf war.
Als einige Stunden nachher Frau Aſhton in
die Küche hinabkam, war die erſte Frage nach
ihrem Neffen; aber Niemand von den Dienſtboten hatte ihn geſehen. Dieß kam ihr ſehr ſonderbar vor, da ſie auf ſeinem Zimmer geweſen war, um


