Teil eines Werkes 
1. Band (1859)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

29¹

Mund. Er hörte wiederholt ſeinen Namen von Miran.

Morgen wird ſich mein Schickſal entſcheiden, ſprach der Indier.Ich will aus Ellens eigenem Munde erfahren, ob ſie wirklich dieſen Bauern ohne Geburt liebt, den vielleicht die Gunſt eines ſchwach⸗ köpfigen Einſiedlers oder ein falſches Gefühl der Dankbarkeit von Seiten ſeiner Mündel mit Eitel⸗ keit und anmaßenden Hoffnungen berauſcht hat.

Sie liebt ihn, erwiderte die Aya.Sie haben Worte ausgetauſcht, die mir niemals aus dem Gedächtniß kommen. Nähert er ſich, ſo er⸗ kennt ſie von Ferne das Geräuſch ſeiner Schritte; ſie folgt ihm mit träumeriſchem, nachdenklichem Blick, wenn er ſich entfernt; dieß Alles offenbart mir ihre Liebe!

Man muß mit dieſem Lümmel ein Ende ma⸗ chen, man muß ihn tödten! ſagte Oberſt Mowbray, zum erſten Mal das Wort nehmend.Da dieſer Kerl es wagt, ſich mit Leuten von Stand auf gleiche Linie zu ſtellen, ſo wird nichts leichter ſein, als ihn in einen Streit zu verwickeln.

Miran antwortete mit einem bittern Lächeln.

Wen will man tödten? fragte Ioe mit leiſer Stimme.

Ein Wort Henry's legte ihm von Neuem Still⸗ ſchweigen auf.

Das wäre das Mittel, Ellen für immer zu verlieren, antwortete die Aya.

Ihr Pflegling ſchaute ſie mit fragender Miene an.

Man muß ihn in Ellens Gegenwart erniedrigen, fuhr ſie fort,demüthigen, vernichten, ſie ſehen laſſen,