34
„Alſo ein Enthuſiaſt,“ bemerkte der Baronet lächelnd,„und das iſt noch gefährlicher. Der Ent⸗ huſiaſt greift das Herz an, der Schmeichler hält ſich nur an den Kopf. Nun, Sir,“ ſetzte er mit jener ernſten und muſikaliſchen Stimme hinzu, welche ſelbſt mehr als Worte anzeigt, wenn das Herz ſpricht, „ein an ſich vielleicht edler Entſchluß braucht nicht dadurch, daß man ihn auf das Extrem treibt, be⸗ ſchwerlich zu werden.“
„Ich verſtehe Sie nicht,“ ſagte unſer Held.
„Wenn Sie mich als Beſchützer zurückweiſen,“ erwiderte Sir William mit wohlwollendem Lächeln, „ſo können Sie mich wenigſtens zum Freund an⸗ nehmen.“
Und er bot dem jungen Mann die Hand, der ſie, einem ihm unerklärbaren Antrieb folgend, an ſeine Lippen drückte.
Der Baronet wollte nicht, daß er ſie verließe, ſondern beſtand darouf, er ſollte ſie in das Herren⸗ haus begleiten. Es war das erſte Mal ſeit einer Reihe vnn Jahren, daß er an der Gemeinſchaft einer ſympathiſchen Seele Vergnügen fand.
Zum großen Erſtaunen des Hauſes lud Sir William den Neffen ſeines Pächters zum Diner ein. Dieſer ſchien anfänglich geneigt, dieſe Ehre auszu⸗ ſchlagen, aber ein Blick Ellens beſtimmte ihn. Das zärtliche M ädchen ſah, daß ihr Oheim in der Ge⸗ ſellſchaft des jungen Mannes ſich gefiel; daher ihr Verlangen, daß er bleibe. 3
Arme Ellen! Sie dachte wenig an tie Ver⸗ heerungen, welche dieſer Blick verurſachte.
„


